DStammbaum Artikelbilder Stammbaum – ein unnötiges Papier zum Angeben?

Ein Stammbaum gehört zu einer Rassekatze wie der Personalausweis zu uns Menschen.

Wie oft hört man Rassekatzenliebhaber sagen:

“Papiere? Brauchen wir nicht, weil wir wollen ja gar nicht auf Ausstellungen oder züchten. Wir wollen unser Rassekätzchen doch nur zum Liebhaben und der Stammbaum vergammelt doch sowieso in irgendeiner Schublade.“

Den meisten Katzenliebhabern, die mit Ausstellungen nichts am Hut haben, ist es völlig egal, ob die Vorfahren irgendwelche Titel besaßen. Leider glauben viele Käufer, dass es sich bei den Papieren von Rassekatzen doch nur um ein reines Prestigezeichen zum „Angeben“ handelt. Dies ist jedoch ein schwerer Irrtum, denn es zählen nicht die Titeln im Stammbaum, sondern ganz andere Dinge.

Die Bedeutung von Stammbäumen wird ziemlich oft unterschätzt. Abstammungspapiere zeigen eine lückenlose Reihe von Vorfahren auf und beweisen unter anderem, dass die Katze reinrassig ist. Die Ahnen des Kätzchens wurden demnach alle von ausgebildeten Zuchtrichtern für zuchttauglich befunden und entsprechen daher dem Rassestandard entsprechen. Der Stammbaum hilft Züchtern auch dabei, die Ahnenlinien ihrer Zuchtkatzen zu überschauen um gesunde Linien miteinander zu kombinieren und den Verwandtschaftsgrad der Tiere untereinander unter Kontrolle zu halten. Darüberhinaus müssen die jeweiligen Züchter selbst in einem Zucht-Verein registriert sein und sich an die jeweiligen Zuchtrichtlinien halten. Dies garantiert eben neben der Abstammung auch eine dementsprechende artgerechte Haltung und Aufzucht der Katzen.Barbarelle

Aus diesem Grund geben Stammbäume wichtige Informationen und eine bestimmte Sicherheit, nicht nur für Züchter sondern auch für den Käufer.

Trotzdem halten Sie sich bitte immer vor Augen:

„Stammbäume können niemals eine Garantie dafür sein, dass ein Rassekätzchen ewig gesund bleibt, denn es handelt sich immer noch um Geschöpfe, welche sich den Launen der Natur unterwerfen müssen.
Niemand kann in ein Tier hineinschauen – egal, ob mit oder ohne Stammbaum – jedoch sollte gewährleistet sein, dass das Jungtier aus einer kontrollierten Zucht stammt, seine Elterntiere gesund sind, dem Rassestandard entspricht und nicht ausgebeutet wurden.“