Kräutergarten für deine Katze selbst anlegen

Kräutergarten für deine Katze mit Checkliste

Der Februar ist nun bald vorbei und die Sonne scheint schon recht frühlingshaft durchs Fenster herein. Jetzt ist genau die richtige Zeit, um mit einem kleinen selbstgezogenen Kräutergarten für deine Katze zu beginnen. Eine kleine Checkliste findest du am Ende des Artikels.

Warum ist überhaupt ein Kräutergarten für deine Katze sinnvoll?

Katzen lieben Gräser und Kräuter ganz instinktiv. Sie helfen ihnen einerseits Fell und andere unverdauliche Reste ihrer Mahlzeit auszuscheiden. Anderseits suchen Katzen bei Beschwerden bestimmte Heilkräuter auf, um sich Linderung und Heilung zu verschaffen. Oft ist es auch einfach der berauschende Duft oder die faszinierende Farbzusammensetzung einer Pflanze, die Katzen magisch anzieht.

Des weiteren kannst du mit einem Kräutergarten für deine Katze, besagte Katze von Zimmer- oder Gartenpflanzen weglocken, die sie nicht strapazieren oder fressen soll. Mit einer Alternative, wie ein mit ihren Lieblingspflanzen ausgestatteten Topf, kann gewünschten Effekt erzielen.

Platzbedarf

Für so einen Kräutergarten braucht man nicht unbedingt viel Platz – er lässt sich ganz an deine Platzgegebenheiten anpassen. Wenn du einen Garten hast, kannst du die Kräuter entweder in Haus vorziehen und dann in ein vorbereitetes Beet aussetzen. Oder du gestaltest einen großen Pflanzkübel, den du im Herbst ins Haus holen kannst. So hat deine Katze das ganze Jahr über einen wunderbaren und gesunden Kräutergarten. Du kannst sogar eine Liegewiese und eine Trinkstation mit integrieren.

Katze im Tontopf Katze im Tontopf Katze im Katzengarten

Anzucht

Wenn du die Kräuter selbst ziehen möchtest, dann solltest du dies außerhalb der Reichweite deines Stubentigers machen. Denn die jungen Setzlinge verkraften einen verfrühten Wälz- und Knabberüberfall nicht gut. Nach ein paar Wochen sind sie aber robust genug, um deiner Katze auf Dauer Stand zu halten.

Standort

In der Nähe der Futterschüssel oder in strategischer Entfernung zu Zimmer- bzw. Gartenpflanzen, die deine Katze nicht fressen soll. Des weiteren musst du auf genügend Lichteinfall achten, damit dein Kräutergarten für deine Katze auch lange Zeit weiter- und nach wächst.

Welche Kräuter eignen sich für den Kräutergarten?

Dauerbrenner und direkt zum Knabbern geeignet:

Diese Kräuter kannst du deiner Katze ohne Bedenken und ganzjährig anbieten. Sie bereiten keine Probleme bei Überdosierungen und werden gut vertragen.

Baldrian – einer der Klassiker im Kräutergarten für deine Katze. Obwohl manche Katze nach der Aufnahme zuerst ganz aus dem Häuschen sind, sind sie nach kurzer Zeit richtig tiefenentspannt. Der intensive Geruch der Baldrianwurzel nach Schweißfüße erklärt auch, warum manche Katzen ganz verrückt auf die verschwitzten Füße ihrer Besitzer sind 😉

Gräser allgemein (ohne scharfe Ränder, zB Weizengras) – helfen bei der Verdauung und Ausscheidung von Fell und anderen unverdaulichen Resten. Außerdem tut eine kühlende kleine Wiese zum Drauflegen im Sommer ungemein gut.

HornveilchenHornveilchen – die Farbkontraste dieser Blume entzücken nicht nur uns Menschen sondern auch Katzen. Sie ist auch vollkommen harmlos, sodass deine Katze ruhig daran knabbern kann und du sie ohne Bedenken als Dauergast im Katzengarten setzen kannst.

Lavendel – hier scheiden sich die Katzengeister. Nicht alle Katzen mögen Lavendel. Am besten zuerst mit einer kleinen Kostprobe (an Duftsäcken oder ätherische Öl kurz schnuppern lassen) ausprobieren. Wenn deine Katze Lavendel mag, ist diese Pflanze nicht nur ein toller Farbklecks: wenn du nämlich den „Küchenlavendel“ einsetzt, kannst du dir zum Kochen gelegentlich selbst ein paar Rispen und Blätter stibitzen 😉

Minze für den Kräutergarten mit Wasserstelle – insbesondere Poleiminze und Wasserminze eigenen sich gut für den Mini-Teich in der Sonne oder im Halbschatten.

Zitronengras – dieses Gras ist besonders innerlich ein kleines Wundermittel bei Pilz- und Bakterienerkrankungen. Zusätzlich regt es die Verdauung an.

Zwerg-Zyperngras – ist besonders gut für einen Winter-Kräutergarten im Haus geeignet, da er sehr gut auf der Fensterbank oder an einem sonnigen Plätzchen überwintert werden kann.

Besonders für Tinkturen und äußerliche Anwendungen:

Lavendel Rosmarin ThymianThymian – neben dem tollen Geruch hat er für die Katze folgende Heilwirkungen: antiseptisch, appetit- und gallensaftanregend, krampflösend (besonders bei Magen- und Darmproblemen), gegen Blähungen. Wie Rosmarin kann Thymian bei Ungezieferbefall helfen und sogar vorbeugend eingesetzt werden. Dazu bereitet man einen Kräutertinktur oder -aufguss aus der Thymianpflanze zu und tupft die Katze damit ein. Diese Tinktur hilft wegen seiner Wundheilwirkung auch wunderbar bei Hautkrankheiten und Ekzemen.

Arnika – wie Thymian hilf eine Tinktur aus den Arnikablüten bei allerlei äußerlichen Verletzungen und Hautproblemen wie Ausschläge und Juckreiz. Hilf auch prima als Salbe! Toller Nebeneffekt: die Blüten hübschen den Kräutergarten optisch auf 😊

Salbei – das Kraut für den Kopf. Salbei lindert alle Beschwerden, die sich im Kopfbereich abspielen: Husten und Halsschmerzen, sowie Zahnfleischentzündungen. Auch bei Hautwunden kann Salbei wegen seiner desinfizierenden und entzündungshemmenden Wirkung verwendet werden.

Ringelblume -nicht für’s Auge, sondern vor allem bei eitrigen Wunden, Entzündungen in Gelenken, sowie bei stumpfen Verletzungen wie Prellungen und Stauchungen. Ringelblume

Johanniskraut – wird äußerliche bei Verbrennungen und Erfrierungen bzw. Wunden, Rheuma- und Nervenbeschwerden angewandt. Innerlich entfaltet dieses Kraut seine beruhigende Wirkung.

Bei diesen Pflanzen ist Vorsicht geboten:

Normalerweise haben Katzen einen guten Instinkt, welche Kräuter bei bestimmten Beschwerden helfen und fressen diese Kräuter von sich aus. Bei diesen nachstehenden Kräutern ist in bestimmten Fällen Vorsicht geboten. Am besten in einen extra Topf anpflanzen und nur bei Bedarf anbieten.

Katzenminze / Catnip – der zweite Klassiker unter den Katzenkräutern. Im Gegensatz zum Baldrian, drehen Katzen hier so richtig auf. Obwohl es ein Klassiker ist, sollte man die Katzenminze eher dosiert geben, da es sehr berauschend auf eure Katze wirkt und daher eher eine Besonderheit bleiben sollte. Außerdem gibt es Katzen, die in ihrem Rauschzustand nicht einfach nur lustige Dinge anstellen. Manche unserer lieben Fellfreunde werden richtig aggressiv. Am besten erhält die Katzenminze einen eigenen Topf und kann dann nach Bedarf eingesetzt werden.

Katze im GrasRosmarin – wegen der starken abtreibenden Wirkung sollte Rosmarin trächtigen Katzen nicht angeboten werden. Ansonsten wirkt Rosmarin wie beim Menschen auch als Nerven- und Gefäßheilkraut und lindert Gelenksentzündungen. Außerdem ist Rosmarin (wie auch der Thymian) auf Grund des intensiven Geruchs ein wunderbares und einfaches Flohmittel. Als Öl wirkt es auch wunderbar gegen Ohrmilben.

Petersilie – nicht für die Küche, auch für die Katze ein Hit. Allerdings nur ihn Maßen, denn die ätherischen Öle können bei Katzen der Schleimhaut von Magen und Darm reizen. Deshalb die Petersilie nur gezielt einsetzen. Petersilie hilft besonders durch die Bitterstoffe den Appetit anzuregen und geschwächte Katzen wieder auf zu peppeln. Außerdem hilft er bei Blasenproblemen und älteren Katzen mit Rheumabeschwerden.

Löwenzahn – trotz seiner guten Wirkung bei Verdauungsproblemen wie Koliken und verdorbenen Magen, bei Nierenproblemen, sowie auch bei Rheuma und Arthrose, ist der Löwenzahn nicht als Dauergast auf der Speisekarte angesagt. Seine generell entgiftende Wirkung kann nach längerer Einnahme ins Gegenteil umschwenken und zu VERgiftungserscheinungen führen.

 

Die Liste ist natürlich nicht vollständig. Aber es sind einmal die bekanntesten und beliebtesten Pflanzen für den Kräutergarten für deine Katze. Und weil es noch viel mehr Einsatzmöglichkeiten von Kräutern für die Gesundheit eurer Katze gibt, erscheint bald ein extra Artikel zu „Kräuter für die Katzengesundheit“.

Und hier nun wie zuvor schon versprochen die Checkliste für deinen DIY-Kräutergarten:

Pinterest Infografik DIY-Kräutergarten

Checkliste DIY-Kräutergarten für deine Katze